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100 Jahre Hönnetalbahn

                   

                        Aktuelles heimisches Bahngeschehen

06.01.2012

Bilder des Abriss des Bahnhofes in Menden

Hier verschiedene Links zu dem Abriss des Bahnhofes in Menden, und aktuelle Bilder

Die Bilder sind alle von EFH-Mitglied Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/leute/db-expressgut-wurde-heute-abgerissen-rechts-neben-dem-bahnhof-menden-d123133.html/action/lesen/1/recommend/1/
 

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/politik/eine-grosse-hydraulikschere-im-einsatz-am-alten-gueterschuppen-am-bahnhof-menden-2011-d121993.html/action/lesen/1/recommend/1/
 

(Bei den Verlinkungen geht es auf die Seite des www.lokalkompass.de )

 

 

18.12.2011

Erster Spatenstich am Bahnhof Menden - Der Schandfleck verschwindet

Am Freitagmorgen 16.12.2011 war es soweit. Der erste Spatenstich durch den Mendener Bürgermeister Volker Fleige zur Neugestaltung des Bahnhofsgelände in Menden. Der Schandfleck Bahnhof Menden verschwindet. Ein Teil des Bahnhofs soll erhalten bleiben.

Eine Bildergalerie dazu von Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/politik/erster-spatenstich-am-bahnhof-menden-qder-schandfleck-bahnhof-verschwindetq-d118631.html/action/lesen/1/recommend/1/

 

03.12.2011

648-er kehren zurück

Der Einsatz der Baureihe VT 628.4 im Hönnetal soll zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember enden. Das ist zumindest die Aussage des ZRL als verantwortlicher Aufgabenträger. Obwohl die Fahrzeuge bei den Fahrgästen durchaus beliebt sind, entspricht deren Einsatz nicht dem gültigen Verkehrsvertrag zwischen DB und ZRL. Der Ersatz der 648-er geschah nur auf Grund der großen Anzahl an Hauptuntersuchungen an diesen Fahrzeugen, die jetzt aber beendet sein sollen. Es bleibt abzuwarten, ob der Abzug der 628-er tatsächlich umgesetzt wird.

 

Fahrdienstleiter Horlecke soll abgezogen werden

Die DB Netz AG plant für 2012 die Aufgabe des Stellwerks im Übergabebahnhof Horlecke und die Umstellung der Weichen auf örtliche Bedienung. Der Bahnhof wäre betrieblich dann eine „Ausweichanschlussstelle (Awanst)“. Die Maßnahme steht wohl auch im Zusammenhang mit der Mitfinanzierung des Bahnhofs durch die Fa. Rheinkalk. Wie der Betrieb mit Handweichen in der Praxis aussehen soll, vermag man sich kaum vorzustellen. Allein die im Rangierbereich liegenden technisch gesicherten Bahnübergänge machen die Bedienung des Bf. Horlecke zumindest spannend. Lange Güterzüge müssen dann vor der Einfahrweiche halten, damit der Rangierer die Weichen aufschließen und stellen kann.

Die EFH befürchten eine massive Behinderung auch des Personenverkehrs auf der RB 54. Die DB, die vom ZRL darauf angesprochen wurde, sieht diese Gefahr hingegen nicht.

 

Bahnhof Menden – endlich erster Spatenstich!

Nach über 13 Jahren Planung und Diskussion um den mittlerweile völlig verfallenen Bahnhof Menden scheint der Durchbruch gelungen zu sein. „Der Bau des neuen Bahnhofs ist so sicher wie noch nie“, kündigte Thomas Höddinghaus von der Stadt Menden in der Westfalenpost an. Tatsächlich soll am 15. Dezember 2011 der erste Spatenstich erfolgen. Spätestens ab Mai 2012 sollen die Bauarbeiten starten. Es scheint, als hätte sich das lange Warten letzten Endes doch gelohnt – auch für den Fahrgast. Das Bahnhofsgebäude wird nicht ganz, sondern nur zur Hälfte abgerissen. Der ältere Teil von 1872 bleibt erhalten. Daneben entsteht eine Freifläche mit guter Sicht auf den Bahnsteig, der damit auch gleichzeitig sicherer wird.

Die alte Unterführung zum Bahnsteig wird geschlossen und durch einen ebenerdigen Bahnübergang mit Schranken ersetzt. Das übrige Bahngelände wird nach und nach mit Einkaufsmärkten neu bebaut werden. So kehrt Leben auf das verlassene Gelände zurück. Scheitern kann das Ganze allenfalls noch an Fragen der Straßenführung. Unter Umständen steht noch ein Straßenbau zur Märkischen Straße zur Debatte.

 

Nahverkehrsplan verabschiedet / Abbau Bf. Hemer genehmigt

Der Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ist beschlossen worden (vgl. W 13 2/2011). Darin ist auch die Untersuchung der Strecke Menden – Hemer – Iserlohn hinsichtlich der Reaktivierung als Gesamtstrecke festgeschrieben worden. Zwischenzeitlich wurde der Abbau der letzten Gleise im Bf. Hemer genehmigt, nicht jedoch der Rückbau der Strecke bis Menden. Hier soll noch das Gutachten zur Reaktivierung abgewartet werden.

Die Aussagen des Nahverkehrsplans zur Hönnetalbahn sind gegenüber dem Entwurf nahezu unverändert übernommen worden. So z.B. der Vorschlag für einen Haltepunkt Balve Schulzentrum, der vor Ort überhaupt nicht gewünscht wird. Die EFH haben auf größere Einsprüche verzichtet – Grund: Für die Praxis hat sich der NVP nur bedingt als relevant erwiesen.

 

30.09.2011

Menden - Hemer abgetrennt, aber Strecke im NVP

Seit dem 08.09.2011 ist die Strecke Menden - Hemer vom DB-Netz abgehängt. Hinter der Brücke über die B 515 wurden die Gleise aufgetrennt und zum Aufstellen eines Prellbocks begradigt. Zudem wurden noch weitere rd. 10 m Gleis ausgebaut und somit eine Gleislücke geschaffen. Nach dem Ausbau des Einfahrvorsignals und dem Einfahrsignal wurde am Ende des DB-Abschnitts ein Prellbock aufgestellt. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Erwerb der Trasse durch die Stadt Hemer, die den Abbau der Gleise weiter betreibt.

Allerdings gibt es auch Erfreuliches zu berichten. Die Strecke Menden – Hemer – Iserlohn wurde in den aktuellen Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) aufgenommen. Das bedeutet, dass die Wirtschaftlichkeit einer Reaktivierung der Gesamtstrecke noch einmal geprüft werden soll. Ob diese Reaktivierung dann aber tatsächlich realisiert würde, steht auf einem anderen Blatt. Eine (eigentlich sinnvolle) Einzelprüfung des Abschnitts Menden – Hemer ist nicht geplant.

 

 

Prellbock am jetzigen Ende der Strecke Menden - Hemer, kurz hinter der Strassenüberführung. Foto : Olinto Camilliti

Weitere Bilder der Oesetalbahn hier :

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/politik/seit-heute-steht-ein-prellbock-auf-der-oesetal-bahnstrecke-menden-hemer-d90017.html/action/lesen/1/recommend/1/

 

Neue Brücken eingeschwenkt

Im Rahmen des Baus einer Umgehungsstraße wurde bei Garbeck (etwa in der Nähe des früheren Anschluss' Müller) eine neue Eisenbahnbrücke gebaut und am 28.08.2011 in die Trasse der Hönnetalbahn eingeschoben.

Auch in Neuenrade entstand im Bereich Schöntaler Weg / Friedrichstal eine neue Eisenbahnbrücke (als Ersatz für eine alte). Dabei entstand die neue Brücke auf einer Wiese neben der alten Brücke und wurde ebenfalls eingeschoben.

Die Streckensperrung wurde desweiteren zur Sanierung zweier Bahnüberführungen bei Balve und zur Sanierung (Verputzen) der Bahnsteigkante des Bf. Balve genutzt. Die Hönnetalbahn war für diese Bauarbeiten im Abschnitt Binolen – Neuenrade vom 29.07. bis 31.08.2011 gesperrt. Ab Binolen verkehrten Busse im Schienenersatzverkehr.

 

 

11.06.2011

Offizielle Stellungnahme der Eisenbahnfreunde Hönnetal zu
einer Pressemeldung, in dem sich der Herr Bastisch vom NWL negativ zu einer
Aufnahme der Bahnstrecke Menden - Hemer in den momentan erstellten
Nahverkehrsplan (NVP) äußert.
 

Die für den Schienenpersonennahverkehr zuständige "Zweckverband
Nahverkehr Westfalen-Lippe" (NWL) erstellt momentan den so genannten
Nahverkehrsplan (NVP) für die genannte Region, also auch das Sauerland.
Darin werden alle Planungen für den Zugverkehr für die nächsten Jahre
zusammengestellt - vieles davon hat realistische Chancen auf Umsetzung,
manches kann aber auch einfach nur als Wunsch verstanden werden mit
geringen Chanchen auf Realisierung. So gesehen könnte die Strecke Menden
- Hemer durchaus im NVP auftauchen. Die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.
haben auch genau das in ihrer Stellungnahme gefordert.

Vor dem Hintergrund der Erstellung des neuen Nahverkehrsplanes hat sich
Burkhard Bastisch - Geschäftsführer des Zweckverbandes Ruhr-Lippe und
Mitglied des NWL - negativ zur Zukunft der Strecke Menden - Hemer
geäußert und hat damit bei vielen Befürwortern des Streckenerhaltes
tiefe Enttäuschung ausgelöst. Uns als Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. hat
diese Äußerung nicht überrascht. Sie ist aus Sicht des ZRL (bzw. NWL)
eher als konsequent zu bezeichnen, da der ZRL diese Haltung seit über 15
Jahren vertritt. Sie ist - legt man die bisherigen Bedingungen einer
Reaktivierungen zugrunde - sogar nachvollziehbar. So war es insbesondere
die lokale Politik, die mit der zu frühen Festlegung auf den Umbau der
Strecke zu einer teilweise als Straßenbahn betriebenen Verbindung Menden
- Iserlohn dem ZRL schon rein rechtlich die Zuständigkeit entzogen hat.
Dass er diese nicht zurück haben will, liegt angesichts des finanziellen
Risikos auf der Hand. Auch wenn die Politik momentan anders
argumentiert, kann die Gemengelage insbesondere zwischen Hemer und
Menden nicht unbedingt als stabil bezeichnet werden.

Allerdings - warum sollte die Strecke nicht in den Nahverkehrsplan?
In der Zwischenzeit haben sich durchaus neue Aspekte ergeben, die es
zumindest wert wären - ergebnisoffen - geprüft zu werden. So würde sich
Hemer mit seinem modernen Busbahnhof als Verknüpfungspunkt
Schiene/Straße weitaus besser eignen als Menden. Ebenso wäre eine
Verbindung Hemer - Menden - Dortmund auch nicht eine völlig unmögliche
oder unsinnige Option.

Natürlich muss klar sein, dass diese neuen Möglichkeiten nur dann
funktionieren, wenn andere Maßnahmen auf ganz anderen Strecken umgesetzt
werden. So würde Hemer - Menden - Dortmund nur bei einer gleichmäßigen
Vertaktung des "Dortmund-Sauerland-Express" fahrbar sein und die hängt
vom Ausbau des Bf. Bigge im Hochsauerland zum Kreuzungsbahnhof ab.

Kurz: Herr Bastisch hat für seine Zweifel gute Gründe, diese sprechen
aus unserer Sicht jedoch nicht gegen eine ergebnisoffene Prüfung einer
Reaktivierung und somit auch nicht gegen eine Aufnahme der Strecke in
den Nahverkehrsplan.


Johannes Schmoll
1. Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.

 

13.04.2011

Baureihe 628 kehrt auf die Hönnetalbahn zurück

Vom 09. Mai bis vsl. zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die Baureihe
628 ins Hönnetal zurückkehren. Von 1994 bis 1999 waren die Fahrzeuge
bereits hier unterwegs, bis sie von den Baureihen 640 und (später) 648
abgelöst wurden. Damals lösten sie die lokbespannten Wendezüge ab und
stellten einen erhebliche Komfortsteigerung dar. Da die 640-er und
648-er ihre ersten Hauptuntersuchungen durchlaufen müssen, werden deren
Leistungen nun an die 628-er zurück gegeben.

Im Schülerverkehr wird eine Doppeleinheit eingesetzt, die aber auf Grund
der durch die DB Station&Service AG verkürzten Bahnsteige mit Personal
besetzt sein muss, das gegebenenfalls die äußeren Türen absperrt.

Für den Fahrgast stellt die Umstellung in Sachen Komfort eher einen
Fortschritt als einen Rückschritt dar - auch wenn die Fahrzeuge
natürlich mittlerweile auch schon über 16 Jahre alt sind. Lediglich
mobilitätsbehinderte Fahrgäste dürften mit dem Ein- und Ausstieg
Schwierigkeiten haben.

 

Reaktivierung Anschluss Wocklum?

Der Betreiber des Steinbruchs bei Balve-Wocklum, die Fa. Brühne, plant die Erweiterung seiner Anlage und in diesem Zusammenhang die Reaktivierung der früheren Ladestelle Wocklum, die als Anschlussgleis vom ehem. Bf. Sanssouci abzweigte. Eine entsprechende Anfrage wurde gestellt. Allerdings besteht in Beckum Widerstand gegen die geplante Erweiterung des Steinbruchs. Die Trasse des alten Anschussgleises ist noch vorhanden aber völlig zugewachsen.

 

Hoffnung auf neuen Bahnhof in Menden

Es gibt wieder einen neuen Investor für den Mendener Bahnhof und dieses scheinen die Chancen für eine Realisierung nicht schlecht zu stehen – zumindest gibt es in Menden kaum erkennbaren Widerstand.

Der neue Investor plant, das alte Bahnhofsgebäude entweder weitgehend zu erhalten oder nach den Originalplänen wieder neu zu bauen, jedoch nur den Teil aus dem Jahre 1872 – nicht den späteren Anbau. Zum Gleis hin entstünde somit ein lichter, großzügiger Durchgang. Die übrigen Flächen des Bahnhofsgeländes sollen mit Geschäften bzw. Gewerbebetrieben besiedelt werden. Politisch scheinen die Signale auf grün zu stehen – warten wir ab, was daraus wird.

 

06.03.2011

 

Sanierung Hp Bösperde beginnt im März

Am 01. März 2011 begann die Sanierung des Haltepunktes Bösperde. Im Vordergrund steht die Renovierung der maroden Fußgängerunterführung, die heller, sauberer und vor allem trockener werden soll. Auch die Bahnsteiganlagen sollen modernisiert werden. Das Online-Magazin "Zughalt" schreibt zu den geplanten Arbeiten:

"Die Arbeiten am Bahnhof Bösperde in Menden (Märkischer Kreis) werden am 1. März beginnen. Aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung wird die Sanierung der Personenunterführung finanziert, der teilweise Austausch der Bahnsteigkanten, Austausch bzw. Erneuerung des Wegeleitsystems sowie die Erneuerung von zwei Informationsvitrinen für die Fahrgäste.

An Bahnsteig 1 werden auf einer Länge von 38 Metern alte Fundamente beibehalten. An den Bahnsteigenden im Bereich der Treppenabgänge wird jeweils ein 3,50 Meter langes Holmgeländer in Köcherfundamenten errichtet. Der bereits gepflasterte Bereich des Bahnsteiges 1 wird um rund sieben Meter verlängert.

Der Bahnsteig 2 wird im Bereich der neuen Bahnsteigkante auf einer Länge von 37 Metern gepflastert Der neu gepflasterte Bereich erhält eine Sicherheitsmarkierung. Die beiden vorhandenen Treppeneinhausungen werden zurückgebaut und durch eine neue Stahl-Konstruktionen mit Trapezblechabdeckung ersetzt.

In der Personenunterführung werden die alten Trittstufen gegen neue ausgetauscht. Des Weiteren werden die Fliesen entfernt und der Bereich neu verputzt. Die gesamten Wände und die Decke der Personenunterführung werden neu gestrichen. Für die Wände ist ein Dispersionsfarbanstrich mit Anti-Grafitti-Schutz vorgesehen."

 

27.02.2011

Jahreshauptversammlung beim Förderverein Schienenbus: Die Zukunft des roten Brummers im Hönnetal ist ungewiß

Balve-Binolen. Zahlreiche Vereinsmitglieder konnte der 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Fördervereins Schienenbus e.V. (FSB), Dr. Dietmar Schröder, am Freitag im Bahnhof Binolen zur Jahreshauptversammlung begrüßen. Die Eisenbahnfreunde verfügen über vier historische, komplett restaurierte, etwa 50 Jahre alte Schienenbusse.

Zunächst erstattete Dr. Schröder den Rechenschaftsbericht. Er bezeichnete rückblickend das Jahr 2010 für den FSB als ein sehr erfolgreiches Jahr. Mit dem historischen Schienenbus wurden 23 sehr schöne Fahrten absolviert. Gut die Hälfte der Sonderfahrten waren Eigenfahrten. Für die anderen Fahrten war der Schienenbus gechartert worden, u.a. von der Deutschen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (DGEG), aber auch von Privatleuten z.B. für Geburtstagsfeiern. Mit der Anzahl der Fahrten sei die Belastungsgrenze für die engagierten Vereinsmitglieder und auch für die alte Fahrzeugtechnik erreicht. Jede Fahrt bedeute einige Tage Vor- und Nacharbeit u.a. um den Nostalgie-Expreß aufzurüsten, zu warten und zu säubern. Mit Markus Trienke konnte erfreulicherweise ein neuer, ehrenamtlicher Mechaniker gefunden werden, der Uwe Richter und Sascha Dehn tatkräftig unterstützt.

Dr. Schröder  nannte den Schienenbus einen sehr wichtigen Sympathieträger, insbesondere auch für den Schwesterverein Eisenbahnfreunde Hönnetal. Insgesamt bezeichnete der Vorsitzende das Jahr 2010 als ein gelungenes Vereinsjahr ohne größere Probleme.

„Finanziell sind wir gesund, obwohl das Projekt Schienenbus enorme Kosten verursacht“, so Dr. Schröder. Erfreulich sei, dass letztes Jahr wieder zahlreiche Spenden dem gemeinnützigen Verein zugeflossen sind.  Die beiden Kassenprüfer Barbara Hampe und Volker Nietzold bescheinigten eine korrekte Kassenführung. Ihrem Abtrag auf Entlastung des Vorstandes folgten die Mitglieder einstimmig.

Johannes Schmoll informierte über die geplanten Fahrten des „Roten Brummers“ in diesem Jahr. So soll es neben Charterfahrten auch wieder Eigenfahrten vom Hönnetal aus geben.

Der Vorsitzende Dr. Schröder wies darauf hin, daß im September 2012 eine Hauptuntersuchung für die vier Fahrzeuge anstehe. Trotz der guten Kassenlage sei es fraglich, ob der Verein die immensen Kosten dieser Untersuchung stemmen könne. Zudem gebe es bei den recht wenigen Aktiven des Vereins mehr oder weniger Ermüdungserscheinungen. Seine Ausführungen gipfelten in der Frage an die Mitglieder „ Machen wir 2012 weiter?“

Darüber wurde in der Versammlung (noch) nicht entschieden. Sicherlich wird dieses Thema im FSB weiter aktuell bleiben. Dr. Dietmar Schröder sagte dazu: „Der Förderverein Schienenbus betreibt mit seinen historischen Schienenbussen eine nicht zu unterschätzende Imagewerbung für die Hönnetalbahn und darüber hinaus für die gesamte Region Hönnetal.“ Wer Interesse hat, den Verein tatkräftig oder finanziell zu unterstützen, der kann sich unter Telefon 02373/64244 melden. Vielleicht bleibt der vierteilige historische Schienenbus dann dem Hönnetal auch über 2012 hinaus erhalten?

Unter www.fsbmenden.de gibt es im Internet nähere Informationen zum FSB und zu den geplanten Sonderfahrten.

 

 

 

 

01.02.2011

Stellwerk Werdohl abgerissen

Mitte Januar 2011 wurde das außer Betrieb befindliche Stellwerk Werdohl abgerissen. Schon seit Dezember 2006 wurde das Stellwerk in Werdohl nicht mehr benötigt, weil seit diesem Zeitpunkt die Aufgaben des Fahrdienstleiters durch den Fahrdienstleiter auf dem Elektronischen Stellwerk in Finnentrop übernommen wurde.

 

Rückblick auf das Jahr 2010 auf der Oesetalbahn (Foto´s von EFH-Mitglied Peter Gerber)

http://www.lokalkompass.de/menden/leute/die-oesetal-bahnstrecke-von-hemer-nach-menden-d18815.html/action/recommend/1/


(Link verweist auf eine andere Homepage)

 

30.11.2010

Ende der „Saison“ Menden – Hemer: Eine Bilanz

Auf insgesamt 15 Fahrten (ausgenommen Überführungs- und Bauzugfahrten) konnte es die Strecke Menden – Hemer im Jahr 2010 noch einmal bringen. Darunter waren noch einmal Fahrten zu den Herbsttagen in Hemer und 2 Fahrttage für Mendener Schulen. Die Fahrgastzahlen lassen sich mit rd. 1.500 nur schätzen. Nennenswert ist eine Sonderfahrt aus Barntrup am 31.07.2010, der zwei 212er auf die Strecke brachte.

Eine verkehrspolitische Aussage hatten noch einmal die mit einem TALENT der Prignitzer Eisenbahn angebotenen Fahrten Hemer – Dortmund am 23.10.2010, die sehr gut angenommen wurden. Die EFH haben in einer Stellungnahme im Angebot einer Verbindung Hemer – Dortmund die einzige zukunftsfähige Option für die Strecke ausgemacht. 

Am 31.10.2010 endete mit einem letzten Schienenbuspendel die „Sonderfahrtsaison“ 2010, allerdings wohl eher der Gesamtbetrieb auf Dauer, da an diesem Tag die Betriebserlaubnis erloschen ist. Die Rhein-Sieg-Eisenbahn hat sich damals Betreiber damit aus der Region wieder verabschiedet, ein neuer Betreiber ist nicht bekannt. Damit könnte der geplante Abbau vorangetrieben werden.

 

 

Binolen erhält Weichenheizung

Die DB hat im August die Weichen 7 und 2 in Binolen mit elektrischen Heizungen versehen. Damit sollen Kosten für eine personelle Überwachung im Winter gespart werden. Seitens der Eigentümer wurde zwischen dem Gleis 1 und dem Streckengleis im Sommer ein 1,20 m hoher Stahlmattenzaun errichtet. Damit ist ein gefahrloses Betreiben des „Schienenflohs“ im Gleis 1 möglich. Ebenfalls im Sommer und Herbst sind die Pflegearbeiten an der ehemaligen Ladestraße fortgeschritten. Diese präsentiert sich nun in einem gepflegten Zustand.

 

01.11.2010

Bilder von den Pendelfahrten zwischen Menden und Hemer vom 31.10.2010 von Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/menden/politik/der-letzte-betriebstag-auf-der-oesetal-bahnstrecke-qmenden-hemerq-d23002.html/action/lesen/1/recommend/1/
 

 

26.10.2010

Bericht über Hemer - Dortmund-Pendel am 23.10.2010

Mit einem so überwältigendem Erfolg der Pendelfahrten Hemer-Dortmund haben selbst die Initiatoren nicht gerechnet: Über 1000 Beförderungen in drei Pendeln. Trauben von Menschen warteten bereits eine halbe Stunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnsteig Hemer. Sie wollten auf jeden Fall mit in den Zug nach Dortmund. Aber auch aus Richtung Dortmund nahmen unerwartet viele Menschen das Angebot wahr, nach Hemer zu kommen, direkt ohne umzusteigen. „Das war eine Abstimmung mit den Füßen“ werten Matthias Gast und Ingrid Ketzscher von den Oesetalbahnern: „die Menschen sehen die Vorteile dieser Bahnverbindung. Sie wehren sich vor allem gegen den Abriss der intakten Schiene zwischen Menden und Hemer. Denn sie wissen, je weiter das Netz ausgedünnt wird, desto unattraktiver das Bahnfahren.“

Die Bürger kamen aus Überzeugung, dessen sind sich die Oesetalbahner sicher. Denn viele Fahrgäste spendeten mehr, als sie für eine Fahrkarte hätten bezahlen müssen. „Da sind wir wieder“ meldeten sich einige kleine Kinder bei den Oesetalbahnern. Sie hatten die Strecke schon bei ihrer Klassenfahrt zur Landesgartenschau kennengelernt und genossen diesmal mit Mama und Papa die Fahrt.

Die Oesetalbahn überdauert die Landesgartenschau. Schon wieder wurde eine Fahrt bestellt. Am 31.10. wird ein historischer Schienenbus die Strecke nutzen. Und damit wird die Oesetalbahn genau 100 mal befahren.

Für die gute Kooperation mit der Rhein-Sieg-Eisenbahn, die sich als Infrastrukturunternehmen zur Verfügung gestellt hat, spricht der Oesetalbahnverein seinen Dank aus. Ohne die RSE wären die attraktiven Angebote für die Bürger nicht möglich gewesen.

 

22.10.2010

Stellungnahme zur Strecke Menden – Hemer (hinsichtlich der geplanten Fahrten am 23.10.2010)

Als die ersten Planungen einer Reaktivierung des Streckenabschnitts Menden – Hemer 2008 auftauchten, waren wir Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. mehr als überrascht. Wir fragten damals, ob wir vielleicht in den vielen Jahren, in denen wir uns für die Reaktivierung der Strecke Menden – Hemer – Iserlohn eingesetzt haben, etwas übersehen haben könnten. Jetzt zum Ende der „Saison“ sehen wir zwar leider einige unserer damaligen Kritikpunkte bestätigt, aber erkennen auch einen sehr zarten Silberstreif. Worin sehen wir unsere Kritik bestätigt? Die Strecke Menden – Hemer taugt nicht zur Museums- oder Touristikbahn, zumindest nicht unter den Umständen, unter denen der Verkehr organisiert wurde. Es ist eigentlich schon ein Wunder, dass immerhin 15 Fahrttage zwischen Menden und Hemer zu verzeichnen waren. Das klingt wenig, ist aber angesichts der Tatsache, dass die Aktiven vor Ort quasi völlig auf sich gestellt waren, eine respektable Leistung! Touristikverkehr ist nur denkbar, wenn man die Strecke in ein touristisches Konzept – z.B. in Sachen Radtourismus – einbettet. Das war – auch von Seiten der Landesgartenschau – ganz offensichtlich nicht gewünscht.

Auch im Güterverkehr sehen wir nur wenige Möglichkeiten. Das hängt zum einen mit dem arg gestutzten Bahnhof Hemer zusammen, aber auch mit der Tatsache, dass es für Transporte einen Abgangs- und Empfangsbahnhof geben muss. Hier hat die Bahn deutschlandweit Tatsachen geschaffen.

Ist somit die Gesamtstilllegung mitsamt einem Abbau also zwingend?

Nein, denn was nun am Samstag noch einmal vorgeführt wird, könnte etwas sein, was in den früheren Jahren nicht bedacht wurde, weil es dafür auch keine realistische Möglichkeit gab. Es wird gezeigt, wie schnell man von Hemer  per Bahn in die Dortmunder Innenstadt – und natürlich von dort auch zurück – gelangen kann. In nicht einmal einer Stunde gelingt das – und das trotz der eingeschränkten Gleiskapazitäten in Dortmund und dem Gleiszustand zwischen Hemer und Menden. Bei entsprechendem Ausbau wäre die Strecke locker in 40 Minuten schaffbar. Mit dem Auto wäre so etwas im morgendlichen Berufsverkehr unmöglich. Aber auch am Samstagmittag, wenn die Dortmunder Innenstadt im Autoverkehr erstickt, würde allein die Wartezeit vor dem Parkhaus für eine längere Anreisezeit sorgen.

Ein Verkehr Hemer – Menden - Dortmund könnte also eine Option sein, die Strecke zu erhalten. Für uns ist es eigentlich die einzige gangbare, wenn auch schwache, Option, denn sie bietet neben der Fahrzeit auch politisch einen Vorteil: Sie behindert bestehende Angebote nicht, sondern ergänzt sie. Je nach Anlage müsste kein Bus der MVG abbestellt werden, auch die örtlichen Fahrpläne der MVG müssten nicht unbedingt angepasst werden. Kritiker, die also im Schienenverkehr eine Konkurrenz für die MVG sehen, würden ausgebremst, denn hier läge keine Konkurrenz vor.

 Außerdem wäre dann für das Reststück eine Lösung gefunden, die auch ohne den Weiterbau nach Iserlohn denkbar wäre.

 Zwei Dinge müssen aber klar sein:

1.      Den Wunsch einer Verbindung Hemer – Menden – Dortmund kann nur die Stadt Hemer glaubhaft äußern. Dortmund hat daran kein Interesse und Menden käme auch mit einer Verbindung nach Dortmund klar, die in Menden endet. Das setzt voraus, die ganzen Planungen hinsichtlich eines Radwegs noch einmal zu prüfen und Alternativen – auch zur Finanzierung – zu finden.

2.      Die Verbindung Hemer – Dortmund steht und fällt mit dem Ausbau der Linie Dortmund – Fröndenberg - Winterberg, deren Zweiglinie sie werden müsste.  Eine Einzellinie von Hemer über Menden nach Dortmund wird nicht zufriedenstellend zu betreiben sein und ist gegenüber anderen Regionen nicht durchsetzbar. Ebenso muss die Linie dann so konstruiert werden, dass für die Fahrt von Menden nach Hemer auch ein Zeitfenster vorhanden ist.

Uns leuchtet an, dass diese Option auf äußerst schwachen Füßen steht und fallen daher nicht in euphorische Gesänge ein. Der Abbau der Strecke ist greifbarer, als eine Reaktivierung als Regionalbahn. Da machen wir uns nichts vor.

Wir fallen auch nicht in euphorische Gesänge hinsichtlich der Zukunft der Strecke ein. Nur weil man 2010 noch einmal gefahren ist, heißt das nicht, dass man 2011 dort noch einmal fährt.

Am 31.10.2010 läuft die Betriebsgenehmigung für die Strecke Menden – Hemer aus. Mangels eines Betreibers ist das Gleis dann wieder stillgelegt. Uns als Eisenbahnfreunden Hönnetal e.V. ist klar, was aus dieser Tatsache folgen kann und sehr wahrscheinlich auch werden wird. Der Abbau einer Strecke, deren Potenzial verkannt wird.

Diese Fahrten zeigen aber, was schon 2015 Realität werden könnte, wenn man denn wollte.

Freundliche Grüße

J. Schmoll

 



29.07.2010

Gleismesszug auf der Hönnetalbahn unterwegs

Am Dienstag (27.07.2010) war der Gleismesszug (726 004) auf der Hönnetalbahn zu Gast. Turnusmäßig wird die Hönnetalbahn auch vom Gleismesszug befahren, um den Oberbau der Strecke zu messen. Der Messzug kreuzte um 21 Uhr in Binolen mit dem letzten Planzug aus Neuenrade, und befuhr dann einmal die Strecke nach Neuenrade und zurück.

 Andere Zugbildung auf der Hönnetalbahn

Aufgrund einer EBA (Eisenbahnbundesamt)-Anweisung, darf auf der Hönnetalbahn nicht mehr mit der Zugbildung VT 640 + VT 640 + VT 648 gefahren werden (Grund dafür sind wohl die nicht ausreichenden Bahnsteiglängen und fehlende Zugbegleiter). Deshalb ist auf der Oberen Ruhrtalbahn jetzt öfters anstatt eines VT 648 nur ein VT 640 gesichtet worden. Zurzeit sind ja Ferien, wie genau die Zugbildung dann nach den Ferien auf der Hönnetalbahn aussieht, bleibt abzuwarten. Im nächsten Newsletter mehr darüber.

 

23.07.2010

Menden – Hemer: Bahnverkehr läuft bis 31.10.2010

Zum 01. Mai 2010 wurde der Bahnbetrieb zwischen Menden und Hemer befristet bis zum 31.10.2010 wieder aufgenommen. Zuvor hatten RSE und Freiwillige aus dem Förderverein Oesetalbahn die Strecke frei geschnitten und befahrbar gemacht. Vor der ersten Personenzugfahrt am 01. Mai 2010 befuhren 221 135 und 212 133 kurzfristig als erste Fahrzeuge nach 2008 die Strecke als Probefahrt  Bis Ende Juli hat es 8 Fahrtage gegeben -  eine eher nüchterne Bilanz angesichts des Aufwandes. Von außerhalb kamen davon 3 Sonderzüge. Eine politische Aussage hatte die vom VCD mit Mitwirkung des Fv Oesetalbahn und EFH veranstalteten Pendelfahrten im 2-Stundentakt nach Dortmund mit einem Talent der Prignitzer Eisenbahn. Sie zeigte die mögliche Perspektive als Zusatzangebot zum bestehenden Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr auf.

Zwischenzeitlich hat die RSE die Strecke zur Übernahme durch Dritte gemäß §11 Allgem. Eisenbahngesetz ausgeschrieben. Findet sich binnen 3 Monaten kein neuer Betreiber der Strecke, wäre dann am 31.10.2010 definitiv Schluss.

 

 

05.07.2010

 

Streckensperrung auf der Oberen Ruhrtalbahn

 

Zwischen dem 15.07. und 08.08.2010 wird die Obere Ruhrtalbahn zwischen Fröndenberg und Neheim-Hüsten komplett gesperrt. Als Ersatz verkehren Busse von Fröndenberg über Wickede nach Neheim und zurück.

Weitere Info´s auf der Homepage des Zweckverbandes, www.zrl.de oder auf www.bahn.de

 

 

28.05.2010

 

Bahnhof Menden – immer noch nicht abgerissen

Der Streit um den Abriss des Bahnhofsgebäudes in Menden geht immer noch weiter. Eigentlich sollte das Gebäude schon vor Ostern abgerissen sein, doch steht es Ende Mai immer noch. Ende der ganzen Sache weiterhin offen !!!!

 

Kirmessonderverkehr zu Pfingsten

Zur Pfingstkirmes in Menden bestellte der Zweckverband Ruhr-Lippe wieder Kirmessonderverkehr an allen Tagen bis spät in die Nacht hinein. So konnte man auch nach einem späten Bummel auf der Kirmes noch mit der Hönnetalbahn in Richtung Neuenrade und Unna fahren.

 

Hemer – Menden

Am Freitag 07.05.2010 sowie an Pfingstsamstag wurde ein VT 643 der Prignitzer Eisenbahn für den Pendelverkehr auf dieser Strecke eingesetzt. Am 07.05.2010 pendelte dieser Triebwagen zwischen Hemer und Dortmund 3 mal, am Pfingstsamstag 7 mal. So konnte am Pfingstsamstag nicht nur von Hemer bequem die Pfingstkirmes in Menden besucht werden, sondern auch Dortmund bot sich zu einem Besuch an. Die Züge fuhren pro Richtung im 2 Stundentakt. Natürlich konnten auch die Dortmunder so bequem die Landesgartenschau in Hemer per Bahn erreichen.

 

 

 

12.05.2010

 

Planverkehr auf der Strecke Menden - Hemer

 

Am Freitag 07.05.2010 fand auf der Strecke Menden - Hemer eine Art "Planverkehr" statt. So kam auf der Strecke ein VT 643 der Prignitzer Eisenbahn zum Einsatz, der 4 mal an vergangen Freitag zwischen Dortmund - Fröndenberg - Menden und Hemer als Sonderzug pendelte. Die Fahrten wurden gut angenommen, und für Pfingstsamstag 22.05.2010 sind wieder Pendelfahrten auf der Strecke geplant.

 

 

VT 643 der Prignitzer Eisenbahn am vergangen Freitag auf der Oesetalbahn in Höhe des "real-Marktes" , Foto : Patrick Schulze

 

 

 

02.05.2010

 

Strecke Menden - Hemer wieder in Betrieb

Mit einer Probefahrt mit "Streckenveteranen" und einer ersten offiziellen Sonderfahrt ist am 01. Mai die Strecke Menden - Hemer nach mehr als 2 Jahren (bisher letzte Fahrt am 31.07.2008) wieder in Betrieb gegangen. Kurz zuvor war die letzte notwendige Genehmigung erteilt worden. Bis zum 31.10.2010 können jetzt wieder Züge nach Hemer zur Landesgartenschau fahren. Voraus gegangen waren umfangreiche Arbeiten, um die Strecke wieder für max. 50 km/h befahrbar zu machen. Vor allem ging es um Freischnittarbeiten, die Wiederinbetriebnahme der technisch gesicherten Bahnübergänge und Reparaturen an den Gleisanlagen. Diese Arbeiten wurden von der betriebsführenden Rhein-Sieg-Eisenbahn GmbH in Kooperation mit ehrenamtlichen Helfern aus dem Umfeld des "Förderverein Oesetalbahn" geleistet.

Vor der ersten Personenzugfahrt am 01. Mai 2010 befuhren 221 135 und 212 133 kurzfristig als erste Fahrzeuge nach 2008 die Strecke als Probefahrt - beide Baureihen verkehrten auch in früheren Jahren hier z.T. planmäßig. Es fanden Probefahrten auch in die Nebengleise des Bf. Hemer statt.

Um 18:10 Uhr verließ dann mit den Schienenbussen 796 802 und 690 des Förderverein Schienenbus e.V. Menden der erste Personensonderzug den Mendener Bahnhof Richtung Hemer und gab dem Förderverein Oesetalbahn eine Möglichkeit der Darstellung seiner Positionen hinsichtlich der Zukunft der Strecke. 

Die nachfolgenden Fotos wurden von J. Reinhard zur Verfügung gestellt.

Bf. Hemer mit 221 135 und 212 133

 

 

221 135 Am Obsthof

 

 

Schienenbus in Hemer am 01.05.2010 mit Bahnhofsschild

 

29.03.2010

Klusenstein kommt (vielleicht) – aber ohne LGS!

Klusenstein wird von der LGS nicht profitieren! Die Stadt Hemer hat von ihrem Vorhaben Abstand genommen, dort Reisende in Busse zur LGS umsteigen zu lassen. Weil die Polizei ein Linksabbiegen Richtung Deilinghofen nicht gestattet, wurde aus der Idee nichts, den Haltepunkt auf diese Weise zu reaktivieren.

Dennoch ist der Haltepunkt Klusenstein nicht vergessen. Ein von der Stadt Hemer beauftragtes Architekturbüro hat einen Weg gefunden, die wiederherzustellende Beleuchtungsanlage mit Strom zu versorgen. Die Zuleitung von der Burg Klusenstein her, muss jedoch von der Landschaftsbehörde genehmigt werden, was nicht sicher ist. Der ZRL steht weiterhin zu Klusenstein, kann aber gegen die Sperrung des Bahnsteigs durch die DB nichts unternehmen.

Ob jemals wieder Züge in Klusenstein halten, ist momentan nicht eindeutig zu beantworten, Zweifel sind angebracht, aber hoffnungslos ist der Fall auch nicht. Die EFH verhandeln weiter.

 

Busanschluss in Neuenrade

Eine kleine Sensation bahnt sich ab August an. Erstmals in der Geschichte der Hönnetalbahn erhält der Reisende in Neuenrade direkten Busanschluss Richtung Werdohl und weiter nach Lüdenscheid! Damit wird Reisenden der Weg in die Neuenrader Innenstadt ebenso erleichtert, wie Reisenden mit Fahrziel Siegen an der Ruhr-Sieg-Strecke. Auch die Reise in die Kreisstadt wird sich deutlich für Bewohner des unteren Hönnetals verkürzen. Die MVG stellt gerade ihr Liniennetz im südlichen Märkischen Kreis um und machte diese deutliche Verbesserung möglich.

 

 

 

22.03.2010

 

Bahnhof Menden , Prostest einer Bürgerinitiative zum Abriss des Bahnhofes

 

Gegen den geplanten Abriss des Bahnhofsgebäudes von Menden (siehe Nachricht vom 06.03.2010) protestierten am vergangen Samstag ca. 120 Personen. Mit einer menschlichen Mauer wollte die Bürgerinitiative zum Erhalt des Bahnhofs bei einer Protestaktion am Samstag das Gebäude vor dem geplanten Abriss symbolisch schützen. Was jetzt genau mit dem Bahnhofsgebäude wirklich passieren wird, ist so recht immer noch nicht Gewissheit.

 

 

 

 

23.08.2009

 

Stellungnahme der EFH zum „Bettermann-Entwurf“ für den Bf. Menden

Wir Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. haben mit großem Interesse von den Plänen U. Bettermanns zum Bahnhof Menden gelesen. Nachdem, was wir bisher wissen, könnte unser Urteil kurz und knapp lauten: Dieser Entwurf zum Bahnhof Menden enthält so ziemlich alles, was sich die verkehrspolitischen Verbände für den Mendener Bahnhof wünschen:

·         Eine offene und einladende Architektur, die die Eisenbahn als Bestandteil des Ganzen einbezieht und nicht als lästiges Übel versteckt, wie es beim Breuer-Entwurf zumindest den Eindruck macht.

·         Eine optimale Verknüpfung der Verkehrsträger Bus, Bahn und Fahrrad sowie natürlich auch Auto

·         Eine interessante und ansprechende Nutzung der neuen Gebäude und des Geländes.

·         Eine Geschäftsstruktur, die zum Kommen, Verweilen und/oder Kaufen einlädt und sich auch auf die Bedürfnisse der Bahnreisenden einstellt.

Der Entwurf ist zweifellos ein neues und helles Licht in der nunmehr langen Reihe von Entwürfen, der letzten 10 Jahre. Mit Ulrich Bettermann wurde zudem ein Unternehmer als Investor gefunden, der allgemein ein hohes Ansehen genießt.

Aber die jetzige öffentliche Euphorie über die Bettermannpläne ist uns suspekt und führt  zu einer zu frühen Festlegung, die noch nicht angezeigt ist.  Es gibt noch manche offene und zu prüfende Frage, nur mal einige Beispiele:

bulletVor allem: Will die Erbengemeinschaft die bestehenden Pläne mit Herrn Breuer überhaupt lösen?
bulletWie viel Zeit würde durch einen erneuten Investorenwechsel verloren gehen – erneut mehr als 10 Jahre?
bulletWas wird aus den zugesagten Geldern für die dringend notwendige Sanierung des Bahnsteiges?
bulletHaben die genannten Mieter (z.B. die VHS) überhaupt Interesse einzuziehen?
bulletWill Menden überhaupt einen Busbahnhof?

Findet man auf die vielen Fragen plausible und praktische Antworten, so sollten die Pläne weiter verfolgt werden. Findet man diese nicht, dann sollte eine Rückkehr bzw. Weiterverfolgung der Breuer-Pläne ohne Gesichtsverlust für alle möglich sein und diese dann schnellstens umgesetzt werden – so kritisch sie auch im Detail zu würdigen sind.

J. Schmoll 1. Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Hönnetal

 

 

78 468 wieder zu Gast im Hönnetal

Am 15. August kam im Rahmen einer geschlossenen Gesellschaftssonderfahrt die Dampflok 78 468 mit einem Pack- und einem Umbauwagenpärchen (Museumseisenbahn Hamm) ins Hönnetal. Von Binolen fuhren die rd. 100 Fahrgäste nach Hattingen und zur Zeche Nachtigal, um dort ein Nostalgiefest zu besuchen. Interessant war der Laufweg auf dem Rückweg. Hierbei wurde in beiden Richtungen der Weg über die Strecke Fröndenberg - Unna gewählt, was angesichts der Steigungen auch für diesen relativ leichten Zug ein akustischer Genuss war.  

  

 

 

24.07.2009

 

Stellungnahme der EFH zu den Planungen für den Bahnhofsbereich Menden

 

Seit mehr als 10 Jahren wird nun über die Zukunft des Bahnhofs Menden gestritten. Obwohl allen Teilnehmern dieses Streites sicher gute Absichten unterstellt werden können, hat die Art und Weise, in der dieser Streit geführt wird, für uns befremdliche Formen angenommen. Außer, dass sich alle Beteiligten die Köpfe heiß diskutiert haben, ist nämlich in den vielen Jahren nichts aber auch gar nichts Positives zustande gebracht worden!

 Demgegenüber dürfen sich alle Beteiligten zu einer Entwicklung „gratulieren“, die negativer nicht sein könnte.

bulletDer Bahnhof Menden ist zu einer Ruine verkommen und zwar nicht nur das Bahnhofsgebäude sondern auch alles in dessen Umfeld.
bulletDie Folge: Nur wer wirklich muss, nutzt den Bahnhof als Verkehrsstation. Attraktiv für neue Fahrgäste ist das wohl kaum – besonders in den Abendstunden. Frühere Stammkunden der Hönnetalbahn sind auf das Auto umgestiegen.
bulletDer schlechte Zustand des Bahnhofs ist weithin bekannt – kein Aushängeschild für die eigentlich schöne Stadt. Wir müssen bei jeder Sonderfahrt uns schamhaft für diesen Zustand entschuldigen.
bulletDer Verfall bedeutet auch einen Verlust von Fahrgästen für die Hönnetalbahn, besonders im Abschnitt Menden – Unna, der ohnehin bereits durch fehlende Anschlüsse in Unna geschwächt ist.
bulletGleichzeitig beschreibt der „Fall Bahnhof Menden“ recht schonungslos die politische Kultur in der Hönnestadt – und nachdem Eindruck der offiziellen Vorstellung (unser Mitglied M. Hüsken war dort) steht es damit nicht zum Besten.

Was ist denn nun der Skandal am Mendener Bahnhof? Das Engagement eines Investors, der viel Geld in eine Stadt investieren möchte und offensichtlich mehr an diese Stadt glaubt als ihre Bewohner selbst?

Skandalös ist wohl eher, dass – auch durch den schon jetzt immensen Zeitverlust – eine sachorientierte Diskussion des Themas kaum mehr möglich erscheint. Nicht ganz grundlos haben wir als EFH uns in den letzten Monaten aus der öffentlichen Debatte gehalten.

Fakt ist doch: Die Stadt Menden kann aus eigenen Mitteln den Bahnhof weder erhalten noch kaufen noch sonst irgendetwas. Das muss allen klar sein. Von daher sind alle Vorschläge zum Kauf des Bahnhofs durch die Stadt usw. Makulatur, denn selbst bei Ausnutzung anderer öffentlicher Quellen wäre Menden doch wohl kaum in der Lage den notwendigen Eigenanteil aufzubringen.

Also muss ein Kompromiss gefunden werden, der allen Interessen gerecht wird. Das wird aber garantiert nicht mit der Pauschalverdammung eines Investors erreicht werden und auch nicht mit totaler Unterwerfung unter dessen Vorstellungen.

Uns geht es dabei darum, dass der Bahnhof vor allem auch ein solcher bleibt. Dieses Bürgerinteresse sind nicht ausreichend berücksichtigt, hier muss/sollte nachgearbeitet werden:

  1. Der Bahnhof sollte seiner Funktion als Verkehrsstation auch weiterhin gerecht werden können. Über den 3 m breiten Durchgang lässt sich dabei streiten (Balve hat auch nicht viel mehr), entscheidend ist jedoch, was der Fahrgast an den Enden des Tunnels vorfindet. Bahnseitig wird das – bei baldigem Baubeginn – ein sanierter ansprechender Bahnsteig sein und idealer Weise eine ebenerdige Zuwegung. Doch was ist auf der Straßenseite?
  2. Hier fehlt die Verknüpfung von Bus und Bahn. Die Planungen sehen hier rein gar nichts vor und das kann man dem Investor nicht vorwerfen, sondern der Stadt, dem Kreis und der MVG, die dazu offenbar keine Vorgaben gemacht haben. Dabei wäre diese Verknüpfung höchst sinnvoll – man denke nur an die Busanschlüsse nach Iserlohn oder Werl, nicht zu sprechen vom Schülerverkehr.
  3. Der Zugang zum Bahnsteigbereich muss gut ausgeschildert werden und erkennbar sein.
  4. Der Zugangsbereich zum Bahnsteig sollte mit Geschäften ausgestattet sein, deren Sortimente überwiegend dem Bahnreisenden dienen können (Zeitungen, Backwaren). Dem wird der Entwurf wohl ansatzweise gerecht. Eine Agentur der DB wäre wünschenswert, sofern sich ein Betreiber dafür findet.
  5. Ausreichende Ausweisung von Park&Ride-Plätzen und  Radabstellplätzen stellen weitere Verknüpfungsmöglichkeiten der Schiene mit anderen Verkehrsträgern dar.

Diese Vorschläge sind an sich nichts Neues sondern bereits im Rahmen der Planungen Peter Albers gemacht worden. Sie sind aber das, was eine Stadt, die ihren Bahnanschluss behalten und ihren Bürgern ein attraktives öffentlichen Verkehrsangebot machen möchte, durchsetzen sollte.

Die sonstigen Konsequenzen, die ein Einkaufszentrum mit sich bringt, etwa eine geänderte Konkurrenzsituation oder PKW-Mehrverkehre, sind Zwangsläufigkeiten, die sich offensichtlich an den heutigen Ansprüchen der Mehrheit der Bevölkerung orientieren. Wer dagegen argumentiert, sollte konsequenter Weise dann auch gegen die zahlreichen Einkaufsmärkte auf der „grünen Wiese“ um Menden herum vorgehen. Dort ist alles schon Realität, was man in der Mendener Innenstadt verhindern will.

Wir haben zusammen mit dem VCD eine gemeinsame Stellungnahme zum Bahnhof erarbeitet und sind mit den Planungen auch insgesamt nicht glücklich. Dennoch erkennen wir die Nachbesserungen an und stehen für eine Totalblockade gegen den Neubau nicht zur Verfügung. Wir wollen einen neuen Bahnhof und zwar lieber gestern als morgen! Sonst gerät auch die Hönnetalbahn in große Gefahr!

 Johannes Schmoll

1. Vorsitzender Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.