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                        Aktuelles heimisches Bahngeschehen

09.05.2013

Sonderzugverkehr zur Mendener Pfingstkirmes

Anlässlich des überregionalen Großereignisses Mendener Pfingstkirmes, die von Samstag, 18.Mai, bis Dienstag, 21.Mai, stattfindet, gibt es dank des Zweckverbandes Ruhr-Lippe (ZRL) wieder einen umfangreichen Sonderverkehr auf der Hönnetalbahn zwischen Unna und Neuenrade.

Neben den normalen Zügen fahren von Samstag bis Montag zusätzliche Züge am Abend um 21.30 Uhr, 22.30 Uhr und 23.30 Uhr von Menden nach Fröndenberg und weiter bis Unna. Weitere Sonderzüge von Menden bis Fröndenberg verkehren um 22.12 Uhr, 23.12 Uhr und 0.12 Uhr. Von Neuenrade fahren am Pfingstsonntag und Pfingstmontag die Züge von 11.38 Uhr bis 23.38 Uhr stündlich nach Menden, Pfingstsamstag  stündlich ab Neuenrade ab 15.38 Uhr. In der Gegenrichtung von Menden nach Neuenrade fahren Samstag bis Montag stündlich von 14.45 Uhr bis 23.45 Uhr (!) Züge Richtung Balve/Neuenrade.

Am Dienstag gibt es etwa 22 Uhr das große Brilliant-Höhenfeuerwerk der Pfingstkirmes. Um 23.12 Uhr fährt ein Sonderzug von Menden nach Fröndenberg und weiter bis Unna, um 0.17 Uhr gibt es noch einen Sonderzug bis Fröndenberg. Nach Balve bzw. Neuenrade fahren Sonderzüge ab Menden um 20.45 Uhr und um 23.00 Uhr.

Die fahrplanmäßigen Hönnetalbahnzüge fahren selbstverständlich  ebenfalls. Parkplätze in Menden werden absolute Mangelware sein. Die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. empfehlen  mit der Hönnetalbahn zu fahren. Auch für die Sonderzüge gilt der ZRL-Tarif. Fahrausweise gibt es aus den Automaten an den Bahnhöfen.

Besonders preiswert ist die Fahrt mit der Hönnetalbahn mit dem 9 Uhr TagesTicket bzw. dem 9 Uhr GruppenTicket, das für max. fünf Personen gilt. So zahlen fünf Reisende von den Einsteigebahnhöfen der Stadt Balve (Garbeck bis Binolen) nach Menden und zurück mit dem 9 Uhr GruppenTicket zusammen nur 13,40 €.

Die genau Fahrplanübersicht findet man hier :

http://www.zrl.de/aktuelles/sonderverkehre/dokumente/18.05.2013-21.05.2013-rb-54-unna-neuenrade.pdf

 

25.04.2013

Hönnetalbahn wird gesperrt

Am Wochenende 04./05. Mai wird die Hönnetalbahnbahn zwischen Lendringsen und Binolen aufgrund von dringenden Arbeiten am Felsen des Uhu-Tunnels kurzfristig gesperrt. Auch die Bundesstrasse 515 wird im Bereich des Uhu-Tunnels voll gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird zur Zeit geplant, und wird sicherlich in der nächsten Woche auf der Seite der Deutschen Bahn www.bahn.de , sowie auf der Seite des Zweckverbandes www.zrl.de veröffentlicht.

Ein Bericht über die Sperrung gibt es auch auf der Seite "Der Westen" hier zu lesen :

http://www.derwesten.de/staedte/balve/das-hoennetal-wird-schon-wieder-gesperrt-id7881759.html

 

Update 01.05.2013 : Info der Deutschen Bahn und Fahrplan der Busse für den 04. und 05.Mai 2013

http://www.deutschebahn.com/de/presse/verkehrsmeldungen/3860906/nrw20130430.html

http://bauarbeiten.bahn.de/docs/nrw/infos/RB54_0405-05052013_fahrplan.pdf

 

22.04.2013

Neue Diesellok der DB Schenker "Gravita" in der Horlecke gesichtet

Am heutigen Montag 22.04.2013 wurde die neue Diesellok der DB Schenker (265 004)  in der Horlecke gesichtet. Diese Baureihe soll nach und nach die alten Dieselbaureihen ablösen. Sie ist für den Rangier- und Übergabedienst vorgesehen.

Foto : Birgit Ohlrogge

 

01.01.2013

Neue Wartehalle in Binolen

Die DB Station&Service AG hat dem Bahnhof Binolen ein kleines nettes Weihnachtsgeschenk gemacht - eine neue Wartehalle. Sie ersetzte die alte Halle aus den 70-er Jahren, die baufällig geworden war. Der ZRL bezuschusst die neuen Wartehallen im Hönnetal, von denen die meisten schon vor einigen Jahren aufgestellt worden waren.

 

07.11.2012

Abbau beginnt

Schon am 7. November 2012 begann die erste Rückbauphase der Strecke Menden - Hemer. Zunächst wurde der Abschnitt vom Bf. Hemer bis zum Hp. Bräuckerstraße entfernt. Der Rest folgt später. Die Kosten belaufen sich,  da die Schienen als Schrott direkt verkauft werden, auf nur 2.000 €. Der Antrag der Mendener GAL auf eine Klage seitens der Stadt Menden gegen die Abbau-Genehmigung der Bezirksregierung Arnsberg war am 06.11.2012 vom Rat der Stadt Menden abgelehnt worden. Damit wurde der Bescheid rechtskräftig. Die Genehmigung betrifft aber nur den Abbau der Gleise, der Radweg wird erst später gebaut, wenn die Trasse verkauft wurde.
 

LINT kehrt zurück

Die als LINT bezeichneten Triebwagen VT 640 und 648 kehren langsam aber sicher ins Hönnetal zurück. Zumindest 1 Umlauf wird momentan wieder mit diesen Fahrzeugen auf der RB 54 gefahren, darunter auch wieder der Schülerzug in der Reihung VT 648 + 2 x VT 640. Gemäß Verkehrsvertrag sind nur VT 648 für die Strecke vorgesehen. Bedingt durch größere Ausfälle und Hauptuntersuchungen bei den VT 648 kam es aber zu Ersatzverkehren. Die Strecke hat nun momentan wieder bis zu 3 Fahrzeugbaureihen im Einsatz.

 

 

13.10.2012

Ausschreibung Sauerland-Netz gestartet (Hönnetalbahn wird ausgeschrieben) Quelle : www.zrl.de

Mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt schreiben der Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL), Verkehrsverbund Rhein-Ruhr AöR (VRR) und die Verkehrsverbund und Fördergesellschaft Nordhessen mbH (NVV) Betriebsleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für zwölf Jahre auf folgenden Regionalbahn- (RB) und Regionalexpress-Linien (RE) aus.

 

RE 17, Sauerland-Express, Hagen - Kassel-Wilhelmshöhe

RE 57, Dortmund-Sauerland-Express, Dortmund - Winterberg/Brilon Stadt

RB 43, Emschertal-Bahn, Dortmund - Dorsten (optional)

RB 52, Volmetal-Bahn, Dortmund - Lüdenscheid

RB 53, Ardey-Bahn, Dortmund - Iserlohn

RB 54, Hönnetal-Bahn, Unna - Neuenrade

Die Betriebsaufnahmen erfolgen zum Dezember 2016 bzw. bereits im Dezember 2015 auf der Linie RB 43. Ab Betriebsaufnahme wird es die folgenden Änderungen in den Fahrplänen geben:

RB 54, Unna - Fröndenberg - Menden - Neuenrade:

Der Fahrplan wird neugeordnet mit dem Ziel, den Abschnitt Neuenrade - Menden in Fröndenberg an den RE 57 nach Dortmund anzubinden. Zudem sollen in Unna die Anschlüsse verbessert werden.

Hierfür wird die Linie in zwei Abschnitte aufgeteilt, die sich im Bereich Menden - Fröndenberg überlagern. Die Zeitlage der Züge im Abschnitt Fröndenberg - Neuenrade wird um 30 Minuten gedreht und somit optimal mit der RE 57 verknüpft. Die Züge des Abschnitts Unna - Fröndenberg - Menden haben in Menden Anschluss zum Südast Richtung Neuenrade.

RE 17, Hagen - Schwerte - Warburg - Kassel Wilhelmshöhe

Die Bedienung des Abschnittes Warburg - Kassel wurde von allen Beteiligten neu geplant. Ebenfalls zum Dezember 2016 werden u. a. die Linien RE 1 und RE 11 ausgeschrieben, wobei die Anbindung des NWL an Kassel dann im Wesentlichen über die Hellweg-Achse und die Linie RE 11, Düsseldorf - Paderborn - Kassel Wilhelmshöhe, erfolgen soll.

Ansonsten entspricht das Fahrplanangebot der Ausschreibung dem heutigen Fahrplanstand.

Das Leistungsvolumen der Ausschreibung umfasst ca. 5,6 Millionen Kilometer und wird in zwei Losen ausgeschrieben, wobei die RE-Linien und die RB-Linien jeweils ein Los bilden. Derzeit werden die Leistungen im Sauerland-Netz von DB Regio erbracht.

 

 

 

Kommentar der EFH dazu :

Die Anbindung der Züge aus dem Hönnetal an die Züge der RE 57 Richtung Dortmund sehen wir positiv. Leider ist aufgrund der Infrastruktur des Bahnhofes Fröndenberg keine Kuppelmöglichkeit möglich. Auch die Verbesserung der Anschlüsse in Unna sind ein Punkt die die EFH des öfteren gefordert haben. Negativ für die Obere Ruhrtalbahn ist sicherlich die dann wegfallende Direktverbindung bis Kassel (mit Anschluss Fernverkehr). Doch wenn es wirklich gute Anschlüsse in Richtung Kassel gibt ab Warburg die abgestimmt sind und funktionieren, kann man mit der Einschränkung leben. Warten wir es ab, welches EVU die Ausschreibung gewinnt, und wer am 24.12.2016 den Weihnachtsmann auf der Hönnetalbahn befördert !!

 

04.10.2012

Machbarkeitsstudie Menden - Hemer kommt

Auf der 74. Verbandstagung des Zweckverbands SPNV Ruhr-Lippe (ZRL) war u.a. die Strecke Menden - Hemer ein Thema. Auf Grund des Antrags der Städte Menden, Hemer und Iserlohn sowie des Märkischen Kreises wurde für die Strecke Menden - Hemer die Erstellung einer Machbarkeitsstudie beschlossen. Inhalt dieser Studie ist es herauszufinden, 1. ob und unter welchen Bedingungen eine Reaktivierung möglich ist, 2. ob die Weiterführung bis Iserlohn Sinn macht, 3. welche Potenziale erschlossen werden können und 4. welcher Kosten-Nutzenwert sich ergibt. Liegt dieser bei über 1,0, können weitere Verfahrensschritte eingeleitet werden.
Ebenso soll untersucht werden ob - wie im Falle der Röhrtalbahn Neheim-Hüsten - Sundern - der zuständige Kreis (hier der Märkische Kreis) finanziell in die Verantwortung geholt werden kann.
Ausdrücklich wird darauf hingewiesen, dass die Untersuchung keine konkrete Reaktivierungsabsicht beinhaltet und dass die Reaktivierung - so sie kommt - insgesamt als langfristige Maßnahme mit einem Zeithorizont von mindestens 15 bis 20 Jahren zu sehen ist. Daher hat der ZRL keine Einwände gegen eine zwischenzeitliche Nutzung der Trasse als Radweg.
Insgesamt wird bei allen Reaktivierungsbestrebungen ein breiter Konsens der betroffenen Gebietskörperschaften angestrebt - das heißt im Klartext: Ohne den Willen der Stadt Hemer läuft nichts!

Zwischenzeitlich ist es zu einer Provinzposse um den geplanten Abbau gekommen. Der Rat der Stadt Menden hat sich wider Erwarten gegen den Abbau der Gleise vor Fertigstellung der o.g. Machbarkeitsstudie ausgesprochen. Der Hemeraner BM Esken hat dieses mit einige Empörung zur Kenntnis genommen, waren es doch vor allem die eigenen CDU-Partei"freunde", die diesen Schwenk vollzogen haben. Interessanter Weise hat sich eben diese Mendener CDU noch vor gut 3 Jahren vehement für einen Abbau der Strecke ausgesprochen. Zwischenzeitlich hat man dort erkannt, dass eine angestrebte Direktverbindung Menden - Dortmund mit einer Verlängerung nach Hemer besser ausgelastet sein könnte.

Allerdings wird das Votum Mendens keine unmittelbaren Konsequenzen hinsichtlich eines Rückbaus bedeuten. Die Stadt Hemer strebt nun als Eigentümerin der Trasse an, auch ohne diese Zustimmung die Strecke abzubauen. Es geht immerhin um 420.000 €, die man 2008 für die Strecke bezahlen musste, um den Zugriff auf den Bf. Hemer zu bekommen.

 

12.09.2012

Stellungnahme der EFH zur aktuellen Situation Menden - Hemer

Eigentlich könnten wir Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. uns angesichts der aktuellen Debatte um den Abbau der Strecke Menden – Hemer entspannt zurücklehnen. Es ist schon faszinierend, wie eine Bahnstrecke, für die sich bis 2007 kein Politiker – auch kein Mendener Politiker – interessiert hat, nun zum Spielball interkommunaler Machtkämpfe gerät.

Dabei muss doch eigentlich klar sein, dass alle Reaktivierungsbemühungen ohne die Stadt Hemer scheitern müssen. Die Argumente, die jetzt gegen die Pläne der Stadt Hemer vorgetragen werden, sind sämtlich richtig und unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit nachvollziehbar.

Diese Argumente sind für die Stadt Hemer aber überhaupt nicht relevant. Hier geht es schlicht und einfach um Geld. Geld, das für eine ungewollte Trasse ungewollt ausgegeben werden musste, um auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände innerstädtische Straßenbauvorhaben realisieren zu können. Bekannter Weise musste die Stadt Hemer Trasse und Bahnhofsgelände im Paket kaufen. Ungezählte Anläufe hat es gegeben, die Strecke in einen Radweg umzuwandeln. Erst verhinderte Sturmtief Kyrill das Vorhaben, dann die Rhein-Sieg-Eisenbahn und schließlich die Maßgabe erst eine Potenzialanalyse durchführen zu müssen. Und weiterhin bleibt das Stadtsäckel Hemers in dieser Angelegenheit leer.

Da wäre noch ein weiterer Grund, warum die Politik Hemers so auf Stur schaltet und das ist Druck von außen. Niemand lässt sich gerne „fremdbeglücken“ und seien die Argumente noch so gut. Und im Falle „Oesetalbahn“ war die Fremdbeglückung ja extrem, wenn auch rechtlich einwandfrei. Die Folgen konnte man 2010 gut beobachten. Die Landesgartenschau fand quasi ohne Eisenbahn statt – leider. Man kann einer Stadt nicht etwas aufdrücken, was sie nicht will! Und genau das wird im Falle dieser Strecke versucht.

Wenn man also die  Gleise erhalten will, muss ein Weg gefunden werden, wie Hemer das investierte Geld zurückbekommt. Man muss auch die Frage beantworten, was in den nächsten Jahren bis zu einer möglichen Reaktivierung (angepeilt ist 2028) mit der alten Gleisanlage geschehen soll. Hemer hat die Antwort, Menden nicht.

Gleichzeitig gilt es aber in Hemer weiter Überzeugungsarbeit zu leisten, dass eine moderne Eisenbahn mit der Museumsbahn, wie sie bis 1989 durch Hemer fuhr, nichts mehr zu tun hat. Wir haben das seit 1985 leider vergeblich versucht.

Kurz: Es muss ein Kompromiss gefunden werden, der allen beteiligten Seiten die Gesichtswahrung ermöglicht.

Aber es bleibt dabei: Eine Reaktivierung wollen wir (hoffentlich) alle – aber sie ist nur mit aktiver Mithilfe der Stadt Hemer zu schultern! Und da bleibt noch viel zu tun.

Johannes Schmoll

1.Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.

 

29.08.2012

Grundstein neuer Bahnhof Menden ist gelegt worden

Mit einer kleinen Feierstunde wurde am letzten Freitag 24.08.2012 der Grundstein für den neuen Bahnhof in Menden gelegt. Unter Anleitung vom Bauherr Gerhard List setzte der Bürgermeister Volker Fleige und Peter Schnurbus Vorsitzender vom Bauausschuss die Sandsteinplatte 2012 ein. Im Frühjahr 2013 soll das Gebäude fertig sein.

Bilder zu der Grundsteinlegung gibt es von Peter Gerber auf der Seite vom Lokalkompass :

http://www.lokalkompass.de/menden/politik/der-grundstein-fuer-den-neuen-bahnhof-menden-ist-gelegt-d202425.html

 

13.08.2012

Diskussion zum Vergleich ÖPNV / Auto , hierzu eine Stellungnahme der EFH

Der Vergleich zwischen ÖPNV und Auto hinsichtlich der Fahrzeiten ist zweifellos interessant, aber es ist ein Vergleich wie zwischen Äpfel und Birnen. Beide Obstsorten wachsen an Bäumen, schmecken gut und machen satt – und doch kann man sie nicht miteinander vergleichen. Und es wird immer notorische Birnen- und Apfelesser geben, die das jeweilige andere Obst nicht mögen. So ist es auch hier. Der Vergleich ist Wasser auf die Mühlen notorischer Autonutzer, die es schon immer gewusst haben. Die Befürworter des ÖPNV fühlen sich in ihrer Kritik am derzeitigen Angebot bestätigt und schauen mit gequälter Miene auf das vermeintlich stärker geförderte Auto.

Wie ist denn die Situation tatsächlich? Abgesehen von dem Thema Fahrzeit (das man so auch eigentlich nicht stehen lassen kann), ist das Angebot im ÖPNV in Menden weitaus besser als sein Ruf. Auf den großen Strecken bestehen seitens der MVG verhältnismäßig dichte Fahrpläne und auch in Sachen Komfort hat sich im Busbereich einiges getan. Sicher: die Fahrpläne in den Abendstunden könnten verbessert werden. Und natürlich werden die ländlich gelegenen Ortsteile (z.B. Oesbern oder Asbeck) niemals akzeptabel an das Busnetz anzuschließen sein. Hier wird das Auto auf Dauer dominant bleiben, weil sich andere Angebot nicht rechnen werden. Ebenso muss man akzeptieren, dass nicht auf jeder Linie ein Schnellbus verkehren kann und dass ein Linienbus, der möglichst viele Bürger erreichen soll durch Umwege auch länger unterwegs ist als das Auto.

Was die Politik jedoch kurzfristig erreichen könnte, wären zusätzliche Busspuren, um den Bus gegenüber dem Auto einen Fahrzeitvorteil zu verschaffen. Aber diese Forderung würde nur dann umgesetzt, wenn einer unserer Politiker sich selbst mal dem Abenteuer einer Busfahrt von Menden nach Iserlohn aussetzen würde.

Auch bahntechnisch könnten wir weitaus schlechter dastehen. Die Hönnetalbahn fährt werktags im Stundentakt und bietet in Fröndenberg gute Anschlüsse sowohl Richtung Schwerte / Hagen als auch Richtung Warburg / Kassel.

Natürlich haben auch wir eine Wunschliste – und diese ist den Mendener Grünen durchaus ähnlich. Wir haben die Strecke Menden – Hemer nie aus den Augen verloren und hoffen noch immer von einer durchgehenden Verbindung auf der Schiene nach Iserlohn irgendwann. Hier besteht leider nur geringe Hoffnung solange Bahnbefürworter vom  Bürgermeister Hemers, der es besser wissen müsste, als Bahnnostalgiker diffamiert werden.

Genau so haben wir  schon vor einigen Jahren beim zuständigen Zweckverband Ruhr-Lippe angeregt, die Ausrichtung der Hönnetalbahn an Dortmund zu prüfen und haben da offene Türen eingerannt. Hier wird das auch ernsthaft geprüft.

Doch so einfach ist das nicht. Natürlich könnte man in Fröndenberg Anschlüsse an den RE 57 („Dortmund-Sauerland-Express“) irgendwie herstellen. Das würde jedoch die Anschlüsse nach Schwerte und Hagen sowie nach Warburg und Kassel kosten. Außerdem müsste der Fahrplan des RE 57 noch um einiges optimiert werden. Das setzt aber auch den Ausbau der Gleisinfrastruktur im Bereich Bigge-Olsberg voraus.

Um die bessere Alternative, eine zusätzliche durchgehende Verbindung Dortmund – Menden und vielleicht sogar – Hemer zu realisieren, müssten sogar noch mehr Hausaufgaben erledigt werden. So ist der Einfahrbereich in Dortmund Hbf. bereits jetzt so überlastet, dass weitere Züge nicht mehr unterzubringen sind. Kurz: Ohne Ausbau Dortmund Hbf. keine zusätzliche Linie. Und finanziert werden müssten diese Züge ja auch noch.

Fazit: Menden steht im ÖPNV nicht unbedingt gut da, aber auch nicht unbedingt schlecht. Im Busbereich sind bei entsprechendem Willen kurzfristig Verbesserungen zu erreichen. Die Situation im Bahnbereich lässt sich leider nicht so kurzfristig verbessern. Hier muss man einen langen, sehr langen Atem haben.

Vielleicht gelingt bis 2016/17 die verbesserte Anbindung Mendens an Dortmund mittels Umstieg in Fröndenberg. Eine eigene Linie Dortmund – Menden – Hemer sehen wir angesichts der langen politischen Prozesse noch lange nicht – leider!

Johannes Schmoll

1. Vorsitzender Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.

 

 

30.07.2012

Umleiterverkehr über Ardey

Wegen Bauarbeiten wurden die Züge der RE 57 von Dienstag, den 29. Mai bis einschließlich Mittwoch, den 6. Juni 2012 über Unna - Fröndenberg umgeleitet, was eine frühere Abfahrt in Dortmund Hbf. (Minute :15) bedeutete. Die Züge der Hönnetalbahn zwischen Unna und Fröndenberg entfielen in dieser Zeit. Für die Fahrgäste aus Ardey und Frömern ergab sich die Möglichkeit durchgehend nach Dortmund zu fahren. Spektakulär gestalteten sich die ersten Tage des Umleitungsverkehrs. Da die Obere Ruhrtalbahn vom 29. bis 31. Mai komplett zwischen Schwerte Ost und Fröndenberg gesperrt war, mussten auch die Güterzüge umgeleitet werden. Dazu waren zusätzliche Lokomotiven erforderlich, darunter auch Maschinen der Baureihe 225 und 232, die sich auf den starken Steigungen zwischen Unna und Fröndenberg kräftig abmühen mussten.

 

Wieder Pfingstsonderverkehr

Auch 2012 bot der ZRL wieder Sonderverkehre anlässlich der Mendener Pfingstkirmes an. Die Züge verkehrten ab Samstag 26.05.2012 nachmittags im Stundentakt bis fast Mitternacht. Selbst am Dienstag, 29.05.2012 war es noch möglich das Feuerwerk per Bahn zu besuchen!

 

Mendener Bahnhofsgebäude abgerissen

Am 02. Mai 2012 begann der Abriss des Mendener Bahnhofsgebäudes. Nachdem festgestellt worden war, dass auch der Gebäudeteil von 1872, der ursprünglich erhalten werden sollte, nicht zu retten ist, wurde der Gesamtabriss beschlossen. Bevor die Bagger anrollten musste zunächst noch der verbliebene Asbest aus dem Gebäude entfernt werden. An seiner Stelle soll ein dem Original ähnlicher Neubau entstehen. Der Schutt des alten Gebäudes wird wiederverwertet und zur Verfüllung des alten Kellers genutzt, denn das neue Gebäude wird keinen Keller mehr haben. Die Arbeiten endeten mit dem Abbruch des alten Bahnhofskiosks am 16. Mai 2012.

Der Bahnsteig kann über einen provisorischen Zuweg erreicht werden. Die Unterführung ist bereits geschlossen und wurde ebenfalls abgetragen, wobei die sehr starken Betonwände das Vorhaben erschwerten. Der Bahnsteig wird künftig über einen mit Lichtzeichen und Schranken gesicherten Bahnübergang über Gleis 2 erreichbar sein.

Der Bahnsteig selbst wird vsl. erst 2015/16 saniert - eine späte Folge der jahrelang verfahrenen Planungsphase des Bahnhofsneubaus.

Nebenan im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht auf dem ehemaligen Areal der Ladestraße bereits der erste Supermarkt.

 

 

15.04.2012

Kurzfristige Streckensperrung der Hönnetalbahn wegen Felsabbruch

An diesem Wochenende 14./15.04.2012 kam es zu einer kurzfristigen Streckensperrung der Hönnetalbahn zwischen Menden und Neuenrade. Aufgrund von Felsabbrüchen in letzter Zeit wurde am Binoler Tunnel (von Klusenstein aus), Lockergestein abgeräumt. Deshalb wurden für die ausfallenden Hönnetalbahnzüge Busse im Schienenersatzverkehr eingesetzt. Bildergalerie von Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/balve/leute/lockergestein-auf-der-hoennetalbahn-abgeraeumt-d156291.html/action/lesen/1/recommend/1/

 

01.03.2012

Abriss Bf. Menden

Kurz vor Weihnachten 2011 wurde mit dem Abriss der maroden Gebäude am Bf. Menden begonnen. Zunächst fiel die alte Signalmeisterei (ehem. EFH-Vereinsheim), danach die Güterhalle.  Am 13. Januar waren alle Nebengebäude einschl. des  Expressgut-Anbaus am Empfangsgebäude abgerissen. Gleichzeitig wurden die restlichen Eternitplatten vom Empfangsgebäude entfernt, so dass das Fachwerk zu sehen ist. Wie weiter verfahren wird, soll eine Untersuchung des Gebäudes zeigen. Geplant ist, den älteren Gebäudeteil von 1872 zu erhalten.

 

TUZ kommt

Der so genannte „Technisch unterstützte Zugleitbetrieb“ soll noch 2012 ins Hönnetal kommen. Er ergänzt das bisherige Verfahren, bei dem der Zugleiter in Menden (Horlecke) dem Triebfahrzeugführer mündlich Fahraufträge erteilt durch Magneten am Gleis. Erst wenn diese freigeschaltet sind, kann tatsächlich weitergefahren werden.

 

Gleisabbau in Hemer

Am  27. 01.2012 begann der Abbau der Gleise im Bf.Hemer bis zur Stefanstraße, der Ende Februar beendet sein wird. Das Gelände wird zum Bau eines Elektromarktes verwendet, eine Gleistrasse bleibt jedoch erhalten. Drei Weichen bekommt die Stiftung Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen. Die mechanische Schrankenanlage ist in das Eigentum der EFH übergegangen und wurde bereits ausgebaut.

 

VT 628 bleiben noch

Auf Grund der angespannten Fahrzeugsituation im Sauerland-Netz werden die VT 628.4 noch eine Weile im Hönnetal fahren. Zwischenzeitlich kam es auch hier zu Störungen, die sogar am 21.02. für eine kurzfristige Streckensperrung sorgten, als ein Triebwagen in Balve Getriebeöl verloren hatte.

 

05.02.2012

Rückbau der Gleise und Weichen im Bahnhof Hemer haben begonnen

Der Rückbau der Gleise und Weichen im Bahnhof Hemer haben begonnen. Die Weichen sollen im Bahnmuseum Bochum-Dahlhausen weiter genutzt werden. HIer beim Lokalkompass Bilder des Abbaus in Hemer von Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/hemer/leute/der-rueckbau-an-der-oesetal-bahnstrecke-am-bahnhof-hemer-hat-begonnen-d131658.html/action/lesen/1/recommend/1/
 

 

06.01.2012

Bilder des Abriss des Bahnhofes in Menden

Hier verschiedene Links zu dem Abriss des Bahnhofes in Menden, und aktuelle Bilder

Die Bilder sind alle von EFH-Mitglied Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/leute/db-expressgut-wurde-heute-abgerissen-rechts-neben-dem-bahnhof-menden-d123133.html/action/lesen/1/recommend/1/
 

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/politik/eine-grosse-hydraulikschere-im-einsatz-am-alten-gueterschuppen-am-bahnhof-menden-2011-d121993.html/action/lesen/1/recommend/1/
 

(Bei den Verlinkungen geht es auf die Seite des www.lokalkompass.de )

 

 

18.12.2011

Erster Spatenstich am Bahnhof Menden - Der Schandfleck verschwindet

Am Freitagmorgen 16.12.2011 war es soweit. Der erste Spatenstich durch den Mendener Bürgermeister Volker Fleige zur Neugestaltung des Bahnhofsgelände in Menden. Der Schandfleck Bahnhof Menden verschwindet. Ein Teil des Bahnhofs soll erhalten bleiben.

Eine Bildergalerie dazu von Peter Gerber :

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/politik/erster-spatenstich-am-bahnhof-menden-qder-schandfleck-bahnhof-verschwindetq-d118631.html/action/lesen/1/recommend/1/

 

03.12.2011

648-er kehren zurück

Der Einsatz der Baureihe VT 628.4 im Hönnetal soll zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember enden. Das ist zumindest die Aussage des ZRL als verantwortlicher Aufgabenträger. Obwohl die Fahrzeuge bei den Fahrgästen durchaus beliebt sind, entspricht deren Einsatz nicht dem gültigen Verkehrsvertrag zwischen DB und ZRL. Der Ersatz der 648-er geschah nur auf Grund der großen Anzahl an Hauptuntersuchungen an diesen Fahrzeugen, die jetzt aber beendet sein sollen. Es bleibt abzuwarten, ob der Abzug der 628-er tatsächlich umgesetzt wird.

 

Fahrdienstleiter Horlecke soll abgezogen werden

Die DB Netz AG plant für 2012 die Aufgabe des Stellwerks im Übergabebahnhof Horlecke und die Umstellung der Weichen auf örtliche Bedienung. Der Bahnhof wäre betrieblich dann eine „Ausweichanschlussstelle (Awanst)“. Die Maßnahme steht wohl auch im Zusammenhang mit der Mitfinanzierung des Bahnhofs durch die Fa. Rheinkalk. Wie der Betrieb mit Handweichen in der Praxis aussehen soll, vermag man sich kaum vorzustellen. Allein die im Rangierbereich liegenden technisch gesicherten Bahnübergänge machen die Bedienung des Bf. Horlecke zumindest spannend. Lange Güterzüge müssen dann vor der Einfahrweiche halten, damit der Rangierer die Weichen aufschließen und stellen kann.

Die EFH befürchten eine massive Behinderung auch des Personenverkehrs auf der RB 54. Die DB, die vom ZRL darauf angesprochen wurde, sieht diese Gefahr hingegen nicht.

 

Bahnhof Menden – endlich erster Spatenstich!

Nach über 13 Jahren Planung und Diskussion um den mittlerweile völlig verfallenen Bahnhof Menden scheint der Durchbruch gelungen zu sein. „Der Bau des neuen Bahnhofs ist so sicher wie noch nie“, kündigte Thomas Höddinghaus von der Stadt Menden in der Westfalenpost an. Tatsächlich soll am 15. Dezember 2011 der erste Spatenstich erfolgen. Spätestens ab Mai 2012 sollen die Bauarbeiten starten. Es scheint, als hätte sich das lange Warten letzten Endes doch gelohnt – auch für den Fahrgast. Das Bahnhofsgebäude wird nicht ganz, sondern nur zur Hälfte abgerissen. Der ältere Teil von 1872 bleibt erhalten. Daneben entsteht eine Freifläche mit guter Sicht auf den Bahnsteig, der damit auch gleichzeitig sicherer wird.

Die alte Unterführung zum Bahnsteig wird geschlossen und durch einen ebenerdigen Bahnübergang mit Schranken ersetzt. Das übrige Bahngelände wird nach und nach mit Einkaufsmärkten neu bebaut werden. So kehrt Leben auf das verlassene Gelände zurück. Scheitern kann das Ganze allenfalls noch an Fragen der Straßenführung. Unter Umständen steht noch ein Straßenbau zur Märkischen Straße zur Debatte.

 

Nahverkehrsplan verabschiedet / Abbau Bf. Hemer genehmigt

Der Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) ist beschlossen worden (vgl. W 13 2/2011). Darin ist auch die Untersuchung der Strecke Menden – Hemer – Iserlohn hinsichtlich der Reaktivierung als Gesamtstrecke festgeschrieben worden. Zwischenzeitlich wurde der Abbau der letzten Gleise im Bf. Hemer genehmigt, nicht jedoch der Rückbau der Strecke bis Menden. Hier soll noch das Gutachten zur Reaktivierung abgewartet werden.

Die Aussagen des Nahverkehrsplans zur Hönnetalbahn sind gegenüber dem Entwurf nahezu unverändert übernommen worden. So z.B. der Vorschlag für einen Haltepunkt Balve Schulzentrum, der vor Ort überhaupt nicht gewünscht wird. Die EFH haben auf größere Einsprüche verzichtet – Grund: Für die Praxis hat sich der NVP nur bedingt als relevant erwiesen.

 

30.09.2011

Menden - Hemer abgetrennt, aber Strecke im NVP

Seit dem 08.09.2011 ist die Strecke Menden - Hemer vom DB-Netz abgehängt. Hinter der Brücke über die B 515 wurden die Gleise aufgetrennt und zum Aufstellen eines Prellbocks begradigt. Zudem wurden noch weitere rd. 10 m Gleis ausgebaut und somit eine Gleislücke geschaffen. Nach dem Ausbau des Einfahrvorsignals und dem Einfahrsignal wurde am Ende des DB-Abschnitts ein Prellbock aufgestellt. Die Maßnahme steht im Zusammenhang mit dem Erwerb der Trasse durch die Stadt Hemer, die den Abbau der Gleise weiter betreibt.

Allerdings gibt es auch Erfreuliches zu berichten. Die Strecke Menden – Hemer – Iserlohn wurde in den aktuellen Nahverkehrsplan des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) aufgenommen. Das bedeutet, dass die Wirtschaftlichkeit einer Reaktivierung der Gesamtstrecke noch einmal geprüft werden soll. Ob diese Reaktivierung dann aber tatsächlich realisiert würde, steht auf einem anderen Blatt. Eine (eigentlich sinnvolle) Einzelprüfung des Abschnitts Menden – Hemer ist nicht geplant.

 

 

Prellbock am jetzigen Ende der Strecke Menden - Hemer, kurz hinter der Strassenüberführung. Foto : Olinto Camilliti

Weitere Bilder der Oesetalbahn hier :

http://www.lokalkompass.de/menden-lendringsen/politik/seit-heute-steht-ein-prellbock-auf-der-oesetal-bahnstrecke-menden-hemer-d90017.html/action/lesen/1/recommend/1/

 

Neue Brücken eingeschwenkt

Im Rahmen des Baus einer Umgehungsstraße wurde bei Garbeck (etwa in der Nähe des früheren Anschluss' Müller) eine neue Eisenbahnbrücke gebaut und am 28.08.2011 in die Trasse der Hönnetalbahn eingeschoben.

Auch in Neuenrade entstand im Bereich Schöntaler Weg / Friedrichstal eine neue Eisenbahnbrücke (als Ersatz für eine alte). Dabei entstand die neue Brücke auf einer Wiese neben der alten Brücke und wurde ebenfalls eingeschoben.

Die Streckensperrung wurde desweiteren zur Sanierung zweier Bahnüberführungen bei Balve und zur Sanierung (Verputzen) der Bahnsteigkante des Bf. Balve genutzt. Die Hönnetalbahn war für diese Bauarbeiten im Abschnitt Binolen – Neuenrade vom 29.07. bis 31.08.2011 gesperrt. Ab Binolen verkehrten Busse im Schienenersatzverkehr.

 

 

11.06.2011

Offizielle Stellungnahme der Eisenbahnfreunde Hönnetal zu
einer Pressemeldung, in dem sich der Herr Bastisch vom NWL negativ zu einer
Aufnahme der Bahnstrecke Menden - Hemer in den momentan erstellten
Nahverkehrsplan (NVP) äußert.
 

Die für den Schienenpersonennahverkehr zuständige "Zweckverband
Nahverkehr Westfalen-Lippe" (NWL) erstellt momentan den so genannten
Nahverkehrsplan (NVP) für die genannte Region, also auch das Sauerland.
Darin werden alle Planungen für den Zugverkehr für die nächsten Jahre
zusammengestellt - vieles davon hat realistische Chancen auf Umsetzung,
manches kann aber auch einfach nur als Wunsch verstanden werden mit
geringen Chanchen auf Realisierung. So gesehen könnte die Strecke Menden
- Hemer durchaus im NVP auftauchen. Die Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.
haben auch genau das in ihrer Stellungnahme gefordert.

Vor dem Hintergrund der Erstellung des neuen Nahverkehrsplanes hat sich
Burkhard Bastisch - Geschäftsführer des Zweckverbandes Ruhr-Lippe und
Mitglied des NWL - negativ zur Zukunft der Strecke Menden - Hemer
geäußert und hat damit bei vielen Befürwortern des Streckenerhaltes
tiefe Enttäuschung ausgelöst. Uns als Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V. hat
diese Äußerung nicht überrascht. Sie ist aus Sicht des ZRL (bzw. NWL)
eher als konsequent zu bezeichnen, da der ZRL diese Haltung seit über 15
Jahren vertritt. Sie ist - legt man die bisherigen Bedingungen einer
Reaktivierungen zugrunde - sogar nachvollziehbar. So war es insbesondere
die lokale Politik, die mit der zu frühen Festlegung auf den Umbau der
Strecke zu einer teilweise als Straßenbahn betriebenen Verbindung Menden
- Iserlohn dem ZRL schon rein rechtlich die Zuständigkeit entzogen hat.
Dass er diese nicht zurück haben will, liegt angesichts des finanziellen
Risikos auf der Hand. Auch wenn die Politik momentan anders
argumentiert, kann die Gemengelage insbesondere zwischen Hemer und
Menden nicht unbedingt als stabil bezeichnet werden.

Allerdings - warum sollte die Strecke nicht in den Nahverkehrsplan?
In der Zwischenzeit haben sich durchaus neue Aspekte ergeben, die es
zumindest wert wären - ergebnisoffen - geprüft zu werden. So würde sich
Hemer mit seinem modernen Busbahnhof als Verknüpfungspunkt
Schiene/Straße weitaus besser eignen als Menden. Ebenso wäre eine
Verbindung Hemer - Menden - Dortmund auch nicht eine völlig unmögliche
oder unsinnige Option.

Natürlich muss klar sein, dass diese neuen Möglichkeiten nur dann
funktionieren, wenn andere Maßnahmen auf ganz anderen Strecken umgesetzt
werden. So würde Hemer - Menden - Dortmund nur bei einer gleichmäßigen
Vertaktung des "Dortmund-Sauerland-Express" fahrbar sein und die hängt
vom Ausbau des Bf. Bigge im Hochsauerland zum Kreuzungsbahnhof ab.

Kurz: Herr Bastisch hat für seine Zweifel gute Gründe, diese sprechen
aus unserer Sicht jedoch nicht gegen eine ergebnisoffene Prüfung einer
Reaktivierung und somit auch nicht gegen eine Aufnahme der Strecke in
den Nahverkehrsplan.


Johannes Schmoll
1. Vorsitzender der Eisenbahnfreunde Hönnetal e.V.

 

13.04.2011

Baureihe 628 kehrt auf die Hönnetalbahn zurück

Vom 09. Mai bis vsl. zum Fahrplanwechsel im Dezember wird die Baureihe
628 ins Hönnetal zurückkehren. Von 1994 bis 1999 waren die Fahrzeuge
bereits hier unterwegs, bis sie von den Baureihen 640 und (später) 648
abgelöst wurden. Damals lösten sie die lokbespannten Wendezüge ab und
stellten einen erhebliche Komfortsteigerung dar. Da die 640-er und
648-er ihre ersten Hauptuntersuchungen durchlaufen müssen, werden deren
Leistungen nun an die 628-er zurück gegeben.

Im Schülerverkehr wird eine Doppeleinheit eingesetzt, die aber auf Grund
der durch die DB Station&Service AG verkürzten Bahnsteige mit Personal
besetzt sein muss, das gegebenenfalls die äußeren Türen absperrt.

Für den Fahrgast stellt die Umstellung in Sachen Komfort eher einen
Fortschritt als einen Rückschritt dar - auch wenn die Fahrzeuge
natürlich mittlerweile auch schon über 16 Jahre alt sind. Lediglich
mobilitätsbehinderte Fahrgäste dürften mit dem Ein- und Ausstieg
Schwierigkeiten haben.